Feuerwehr · Netto

Was von deinem Gehalt wirklich ankommt

Zwischen Besoldungstabelle und Kontostand liegen mehrere Abzüge – und ein paar Besonderheiten, die es nur im Beamtenverhältnis gibt. Hier steht, welche das sind und warum eine pauschale Nettozahl niemandem hilft.

Wie viel bleibt bei der Feuerwehr netto übrig?

Kurz beantwortet
Eine pauschale Zahl gibt es nicht – und wer eine nennt, rät. Beamtinnen und Beamte zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge: keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung. Abgezogen werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dafür zahlst du deine private Krankenversicherung selbst, von der die Beihilfe in der Regel die Hälfte trägt. Wie viel am Ende ankommt, hängt an Steuerklasse, Familienstand, Kindern, Wohnort und dem PKV-Tarif. Deshalb liegt der Anteil, der vom Brutto bleibt, bei Beamten deutlich höher als bei Angestellten – aber eben nicht bei einer festen Zahl.
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Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Ein Paar geht abends am Kuechentisch gemeinsam die Unterlagen durch
Der Unterschied

Warum sich Beamtennetto nicht mit Angestelltennetto vergleichen lässt

Wer aus einem Angestelltenverhältnis kommt, kennt den Abstand zwischen Brutto und Netto als grobe Faustregel. Im Beamtenverhältnis gilt sie nicht – die Abzüge sind andere.

Was wegfällt, und was dafür dazukommt

Der Vergleich mit einem Angestelltengehalt führt deshalb regelmäßig in die Irre – in beide Richtungen.
Die Abzüge

Was abgeht – und was ausdrücklich nicht

Was abgezogen wird

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Lohnsteuer nach deiner Steuerklasse.
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Solidaritätszuschlag, sofern die Freigrenze überschritten wird.
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Kirchensteuer, wenn du Mitglied einer erhebungsberechtigten Religionsgemeinschaft bist.
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Dein Beitrag zur privaten Krankenversicherung – nicht vom Dienstherrn, sondern von dir.

Was NICHT abgezogen wird

–
Kein Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung.
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Kein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung.
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Kein Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung.
–
Kein Beitrag zur Pflegeversicherung im gesetzlichen System.
Deine Stellschrauben

Drei Größen, die den Unterschied machen

Zwei Kollegen in derselben Besoldungsgruppe und derselben Erfahrungsstufe können mehrere hundert Euro netto auseinanderliegen. Das liegt nicht an der Besoldung, sondern an diesen Punkten.

Steuerklasse

der größte Einzelfaktor – abhängig von Familienstand und Verteilung

PKV-Tarif

Höhe und Selbstbeteiligung bestimmst du beim Abschluss mit

Zulagen

Stellenzulage und Dienst zu ungünstigen Zeiten schwanken mit dem Dienstplan

So rechnest du es selbst

In vier Schritten zu deiner eigenen Zahl

Schritt 1

Grundgehalt bestimmen

Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe stehen auf deiner Mitteilung. Die zugehörigen Beträge findest du in der Tabelle weiter unten.

Schritt 2

Zulagen und Zuschläge addieren

Stellenzulage für den Einsatzdienst, Familienzuschlag, Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten, gegebenenfalls Mehrarbeitsvergütung. Erst daraus ergibt sich dein tatsächliches Brutto.

Schritt 3

Steuern abziehen

Lohnsteuer nach Steuerklasse, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer. Hierfür gibt es amtliche Rechner der Finanzverwaltung – sie sind genauer als jede Faustregel.

Schritt 4

Krankenversicherung abziehen

Deinen tatsächlichen PKV-Beitrag, nicht einen Durchschnittswert. Er steht in deiner Police und ist die Größe, die zwischen Kollegen am stärksten schwankt.

Warum ich das schreibe

Ich habe zwanzig Jahre nur auf die Zahl unten rechts geschaut

Jeden Monat kam die Mitteilung, jeden Monat habe ich geprüft, ob unten rechts ungefähr das stand, was ich erwartet hatte. Den Rest habe ich weggelegt.

Erst viel später habe ich verstanden, dass diese Zahl gar nicht die entscheidende ist. Entscheidend ist der Abstand zwischen ihr und dem, was im Ruhestand davon bleibt. Warum ich das mache, steht hier.
1 Zahl
steht auf der Mitteilung – die wichtigere steht nirgends darauf
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Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Zwei Stuehle an einem Tisch am Fenster als Einladung zum Gespraech
Die Ausgangsbasis

Das Grundgehalt, von dem alles ausgeht

Die folgenden Beträge zeigen das monatliche Grundgehalt im Bundesbesoldungsgesetz (Stand 2025, mittlere Erfahrungsstufe). Je nach Land können die Werte abweichen, da die Besoldung seit der Föderalismusreform Ländersache ist.
BesoldungsgruppeTypische FunktionStufe 1Stufe 4Stufe 8Stellenzulage
A 7Brandmeisterin / Brandmeister – Einstiegsamt Einsatzdienst3.215,64 €3.497,60 €3.793,02 €132,16 €
A 8Oberbrandmeisterin / Oberbrandmeister3.297,34 €3.658,68 €4.020,04 €132,16 €
A 9Hauptbrandmeisterin / Hauptbrandmeister3.438,22 €3.819,22 €4.208,16 €130,56 €
A 10Brandoberinspektorin / Brandoberinspektor – Einstiegsamt gehobener Dienst3.693,51 €4.181,64 €4.672,80 €130,56 €

Grundgehaltssätze der Landesbesoldungsordnung A in Nordrhein-Westfalen, ab 1. April 2026 (+3,36 %). Entwurfsstand – die Veröffentlichung steht unter dem Vorbehalt der Bekanntmachung im Gesetzblatt. Quelle: Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW), Landesbesoldungsordnung A. Die Beträge zeigen das Grundgehalt ohne Zulagen und ohne Familienzuschlag; was davon netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Krankenversicherung und persönlicher Lage ab. Orientierungswerte, keine Rechtsberatung.

Gerundete Beispielwerte zur Veranschaulichung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Besoldungstabellen von Bund und Ländern.
Kostenlos und unverbindlich

Die eigene Zahl ist die einzige, die zählt

Im Strategiegespräch schauen wir gemeinsam auf deine Besoldungsgruppe, deine Zulagen und die Jahre bis zur Altersgrenze. Kein Produktverkauf, keine Anlageberatung – und wenn die ehrliche Antwort lautet, dass du zuerst ein Notfallpolster brauchst, sagen wir dir das auch.
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Zusammengefaltete Bezuegemitteilung im Lampenlicht auf einem Holztisch
Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Polizist und Mitgründer von COP Investment
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Inhaltlich geprüft von Julian Reppel
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Zuletzt aktualisiert: August 2026
Quellen
01
Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen, Landesbesoldungsordnung A, Stand 1. April 2026
02
Beihilfenverordnung Nordrhein-Westfalen zur Bemessung der Beihilfesätze
03
Einkommensteuergesetz zu Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag
Häufige Fragen

Fragen zum Netto bei der Feuerwehr

Warum nennt ihr keine konkrete Nettozahl?
Weil sie ohne deine Steuerklasse, deinen Familienstand, deinen Wohnort und deinen PKV-Tarif nicht ermittelbar ist. Jede pauschale Angabe wäre geraten – und Zahlen, die wir nicht belegen können, schreiben wir nicht auf unsere Seiten.
Zahle ich als Beamter wirklich keine Sozialversicherung?
Richtig. Es fällt kein Beitrag zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung an. Das ist der Hauptgrund, warum vom Brutto deutlich mehr übrig bleibt als bei Angestellten. Dafür trägst du die private Krankenversicherung selbst.
Wie hoch ist mein PKV-Beitrag ungefähr?
Das hängt von Eintrittsalter, Tarif, Selbstbeteiligung und Gesundheitszustand ab und schwankt zwischen Kollegen erheblich. Maßgeblich ist immer der Beitrag in deiner Police – nicht ein Durchschnittswert aus dem Internet.
Ändert sich mein Netto im Ruhestand?
Ja, und meist anders als erwartet. Die Beihilfe steigt in der Regel von fünfzig auf siebzig Prozent, wodurch der PKV-Beitrag sinkt. Gleichzeitig fällt alles weg, was an den aktiven Dienst gekoppelt ist. Der Abstand zwischen aktivem Netto und Versorgungsnetto ist deshalb nicht identisch mit dem Ruhegehaltssatz.
Zählen Zulagen beim Netto voll mit?
Sie erhöhen das Brutto und werden versteuert. Wichtiger ist eine andere Frage: Nicht jede Zulage ist ruhegehaltfähig. Für die spätere Versorgung entscheidet das mehr als der monatliche Betrag heute.
Wo finde ich einen verlässlichen Rechner?
Für die Steuer die amtlichen Rechner der Finanzverwaltung. Für die Versorgung hilft dir unser Rechner, den Abstand zwischen aktivem Einkommen und späterem Ruhegehalt einzuschätzen. Beides sind Orientierungswerte und keine Rechtsberatung.
Nächster Schritt

Fang an, solange die Zeit für dich arbeitet

Ein Gespräch, kostenlos und unverbindlich. Wir sagen dir auch, wenn gerade nichts von uns zu deiner Lage passt.

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