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Dienstgrade
Feuerwehr · Dienstgrade

Jede Stufe hat einen Namen – und einen Betrag

Vom Brandmeisteranwärter bis zum Branddirektor: welcher Dienstgrad zu welcher Besoldungsgruppe gehört, wie der Aufstieg funktioniert – und was er im Monat ausmacht.

Welche Dienstgrade gibt es bei der Berufsfeuerwehr?

Kurz beantwortet
Im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst sind es Brandmeisterin oder Brandmeister in A 7, Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister in A 8 und Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister in A 9. Der gehobene Dienst beginnt nach dem Studium als Brandinspektorin oder Brandinspektor in A 10 und führt über Brandoberinspektor in A 11 und Brandamtmann in A 12 bis zum Brandoberamtmann in A 13. Im höheren Dienst folgen Branddirektorin und Branddirektor. Während der Ausbildung führt man die Bezeichnung Brandmeisteranwärterin oder Brandmeisteranwärter.
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Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Drei Kollegen besprechen im Schulungsraum den Ablauf an einem Whiteboard
Die Systematik

Warum der Dienstgrad allein wenig über dein Geld sagt

Der Dienstgrad ist die Bezeichnung. Bezahlt wirst du nach der Besoldungsgruppe, die dahintersteht – und innerhalb dieser Gruppe nach deiner Erfahrungsstufe. Zwei Hauptbrandmeister können deshalb mehrere hundert Euro auseinanderliegen.

Drei Größen, nicht eine

Wer seinen Verdienst einschätzen will, braucht deshalb alle drei Angaben. Der Dienstgrad allein reicht nicht.
Die Übersicht

Dienstgrad, Besoldungsgruppe und Grundgehalt

Die folgenden Beträge zeigen das monatliche Grundgehalt im Bundesbesoldungsgesetz (Stand 2025, mittlere Erfahrungsstufe). Je nach Land können die Werte abweichen, da die Besoldung seit der Föderalismusreform Ländersache ist.
BesoldungsgruppeTypische FunktionStufe 1Stufe 4Stufe 8Stellenzulage
A 7Brandmeisterin / Brandmeister – Einstiegsamt Einsatzdienst3.215,64 €3.497,60 €3.793,02 €132,16 €
A 8Oberbrandmeisterin / Oberbrandmeister3.297,34 €3.658,68 €4.020,04 €132,16 €
A 9Hauptbrandmeisterin / Hauptbrandmeister3.438,22 €3.819,22 €4.208,16 €130,56 €
A 10Brandoberinspektorin / Brandoberinspektor – Einstiegsamt gehobener Dienst3.693,51 €4.181,64 €4.672,80 €130,56 €
A 11Brandamtfrau / Brandamtmann4.047,72 €4.533,45 €5.031,72 €130,56 €
A 12Brandamtsrätin / Brandamtsrat4.504,78 €5.099,22 €5.636,43 €130,56 €
A 13Brandrätin / Brandrat – Einstiegsamt höherer Dienst5.221,48 €5.801,45 €6.381,49 €130,56 €

Grundgehaltssätze der Landesbesoldungsordnung A in Nordrhein-Westfalen, ab 1. April 2026 (+3,36 %). Entwurfsstand – die Veröffentlichung steht unter dem Vorbehalt der Bekanntmachung im Gesetzblatt. Quelle: Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW), Landesbesoldungsordnung A. Die Beträge zeigen das Grundgehalt ohne Zulagen und ohne Familienzuschlag; was davon netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Krankenversicherung und persönlicher Lage ab. Orientierungswerte, keine Rechtsberatung.

Gerundete Beispielwerte zur Veranschaulichung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Besoldungstabellen von Bund und Ländern.
Der Weg nach oben

Wie der Aufstieg tatsächlich läuft

Schritt 1

Vorbereitungsdienst

Als Brandmeisteranwärterin oder Brandmeisteranwärter durchläufst du die Ausbildung im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Gezahlt wird der Anwärtergrundbetrag, nicht das volle Grundgehalt.

Schritt 2

Einstieg in den Einsatzdienst

Nach bestandener Prüfung folgt die Ernennung zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister in A 7. Nach einem Jahr Dienstzeit kommt die halbe Stellenzulage dazu, nach zwei Jahren die volle.

Schritt 3

Beförderung innerhalb der Laufbahn

Der Weg über A 8 nach A 9 hängt an freien Planstellen, Beurteilungen und Verwendungszeiten. Er ist kein Automatismus – aber die Erfahrungsstufe steigt unabhängig davon weiter.

Schritt 4

Laufbahnwechsel

Der Sprung in den gehobenen Dienst nach A 10 setzt in der Regel ein Studium oder einen Aufstiegslehrgang voraus. Er ist der größte Einzelschritt – und der einzige, der die Laufbahn selbst wechselt.

Was der Aufstieg bringt

Drei Zahlen, die den Unterschied zeigen

Ein Aufstieg wirkt größer, als er ist – und die Erfahrungsstufe wirkt kleiner, als sie ist. Beides zusammen entscheidet, was am Monatsende auf dem Konto steht.

rund 140 €

Unterschied im Grundgehalt zwischen A 7 und A 9 in der ersten Stufe

rund 577 €

Unterschied zwischen der ersten und der letzten Stufe innerhalb von A 7

132,16 €

volle Stellenzulage für den Einsatzdienst – unabhängig vom Dienstgrad

Warum ich das schreibe

Ich habe jahrelang auf die falsche Zahl geschaut

Bei der Polizei heißen die Dienstgrade anders, das System dahinter ist dasselbe. Und ich habe lange geglaubt, es hängt allein an der nächsten Beförderung. Ich habe auf Beurteilungen geschaut, auf freie Planstellen, auf Kollegen, die vor mir dran waren.

Dabei hat die Erfahrungsstufe über die Jahre mehr bewegt als mancher Aufstieg – sie kam einfach, ohne dass ich etwas dafuer tun musste. Und die eigentliche Frage war ohnehin eine andere: nicht wie viel reinkommt, sondern was ich damit mache.

Diese Rechnung habe ich zwanzig Jahre lang nicht aufgemacht. Warum ich das mache, steht hier.
seit 2003
im Dienst – und lange überzeugt, dass nur die nächste Beförderung zählt
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Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Leere Fahrzeughalle einer Feuerwache im spaeten Nachmittagslicht
Was daraus folgt

Drei Dinge, die wichtiger sind als der nächste Dienstgrad

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Sag uns, wo du stehst – wir ordnen es ein

Dienstgrad, Erfahrungsstufe, Jahre bis zur Altersgrenze: Daraus lässt sich abschätzen, was auf dich zukommt. Kein Produktverkauf, keine Anlageberatung – und wenn die ehrliche Antwort lautet, dass du zuerst ein Notfallpolster brauchst, sagen wir dir das auch.
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Zusammengelegte Jacke und Stiefel auf einer Bank im Umkleideraum der Wache
Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Polizist und Mitgründer von COP Investment
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Inhaltlich geprüft von Julian Reppel
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Zuletzt aktualisiert: August 2026
Quellen
01
Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen, Landesbesoldungsordnung A, Stand 1. April 2026
02
Stellenzulage Einsatzdienst nach den Paragrafen 49 bis 51 LBesG NRW
03
Laufbahnverordnung feuerwehrtechnischer Dienst Nordrhein-Westfalen
Häufige Fragen

Fragen zu den Dienstgraden

Welcher Dienstgrad gehört zu welcher Besoldungsgruppe?
Brandmeisterin und Brandmeister stehen in A 7, Oberbrandmeister in A 8, Hauptbrandmeister in A 9. Im gehobenen Dienst folgen Brandinspektor in A 10, Brandoberinspektor in A 11, Brandamtmann in A 12 und Brandoberamtmann in A 13. Die genaue Zuordnung kann je nach Kommune und Funktion abweichen.
Steigt das Gehalt automatisch mit den Dienstjahren?
Innerhalb einer Besoldungsgruppe ja – über die Erfahrungsstufen. Eine Beförderung in die nächste Gruppe dagegen hängt an freien Planstellen, Beurteilungen und Verwendungszeiten und ist kein Automatismus.
Was bringt der Aufstieg in Euro?
Zwischen A 7 und A 9 liegen in der ersten Erfahrungsstufe rund 140 Euro im Monat. Innerhalb von A 7 liegen zwischen erster und letzter Stufe rund 577 Euro. Der Schritt in den gehobenen Dienst ist der größte Einzelsprung.
Bekomme ich als Anwärter schon die Feuerwehrzulage?
Die Stellenzulage für den Einsatzdienst setzt Dienstzeit voraus: nach einem Jahr die Hälfte, nach zwei Jahren die volle Höhe. Während des Vorbereitungsdienstes wird der Anwärtergrundbetrag gezahlt.
Gelten diese Dienstgrade bundesweit?
Die Bezeichnungen sind weitgehend ähnlich, die Besoldung ist es nicht. Seit der Föderalismusreform regelt jedes Bundesland seine Beträge selbst. Die Zahlen auf dieser Seite gelten für Nordrhein-Westfalen.
Wie unterscheidet sich das von der Freiwilligen Feuerwehr?
Grundlegend. Die Freiwillige Feuerwehr ist ein Ehrenamt ohne Besoldung; dort gibt es allenfalls eine Aufwandsentschädigung. Die Dienstgrade auf dieser Seite betreffen die Berufsfeuerwehr im Beamtenverhältnis.
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