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Feuerwehr · Besoldung

Was du bei der Berufsfeuerwehr wirklich verdienst

Grundgehalt von A 7 bis A 13, die Feuerwehrzulage, der Anwärterbezug – und die Zahl, über die kaum jemand spricht: was davon im Ruhestand übrig bleibt.

Was verdient man bei der Berufsfeuerwehr?

Kurz beantwortet
Der Einstieg im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erfolgt in Nordrhein-Westfalen in Besoldungsgruppe A 7. Das Grundgehalt liegt dort zwischen rund 3.216 und 3.793 Euro im Monat, je nach Erfahrungsstufe. Dazu kommt die Stellenzulage für den Einsatzdienst von bis zu 132,16 Euro, gegebenenfalls ein Familienzuschlag und Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten. Im gehobenen Dienst beginnt es bei A 10 mit rund 3.694 Euro. Während der Ausbildung gibt es den Anwärtergrundbetrag von 1.559,78 Euro.
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Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Makroaufnahme eines Dienstplans mit Schichtraster und Bleistift
Der Weg

Vom Anwärter bis zum Hauptbrandmeister

Die Besoldung im feuerwehrtechnischen Dienst folgt zwei Größen: der Besoldungsgruppe, die sich aus Laufbahn und Funktion ergibt, und der Erfahrungsstufe, die mit den Dienstjahren steigt. Beides zusammen ergibt das Grundgehalt.

Zwei Laufbahnen, zwei Einstiegsämter

Die Zahlen unten gelten für Nordrhein-Westfalen. Besoldung ist Länderrecht – in anderen Bundesländern liegen die Beträge anders.
Besoldungstabelle

Grundgehalt im feuerwehrtechnischen Dienst

Die folgenden Beträge zeigen das monatliche Grundgehalt im Bundesbesoldungsgesetz (Stand 2025, mittlere Erfahrungsstufe). Je nach Land können die Werte abweichen, da die Besoldung seit der Föderalismusreform Ländersache ist.
BesoldungsgruppeTypische FunktionStufe 1Stufe 3Stufe 5Stufe 8Stellenzulage
A 7Brandmeisterin / Brandmeister – Einstiegsamt Einsatzdienst3.215,64 €3.403,66 €3.591,62 €3.793,02 €132,16 €
A 8Oberbrandmeisterin / Oberbrandmeister3.297,34 €3.538,22 €3.779,14 €4.020,04 €132,16 €
A 9Hauptbrandmeisterin / Hauptbrandmeister3.438,22 €3.692,22 €3.946,23 €4.208,16 €130,56 €
A 10Brandoberinspektorin / Brandoberinspektor – Einstiegsamt gehobener Dienst3.693,51 €4.018,94 €4.344,38 €4.672,80 €130,56 €
A 11Brandamtfrau / Brandamtmann4.047,72 €4.371,53 €4.698,97 €5.031,72 €130,56 €
A 12Brandamtsrätin / Brandamtsrat4.504,78 €4.898,95 €5.233,52 €5.636,43 €130,56 €
A 13Brandrätin / Brandrat – Einstiegsamt höherer Dienst5.221,48 €5.656,44 €5.946,45 €6.381,49 €130,56 €

Grundgehaltssätze der Landesbesoldungsordnung A in Nordrhein-Westfalen, ab 1. April 2026 (+3,36 %). Entwurfsstand – die Veröffentlichung steht unter dem Vorbehalt der Bekanntmachung im Gesetzblatt. Quelle: Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW), Landesbesoldungsordnung A. Die Beträge zeigen das Grundgehalt ohne Zulagen und ohne Familienzuschlag; was davon netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Krankenversicherung und persönlicher Lage ab. Orientierungswerte, keine Rechtsberatung.

Gerundete Beispielwerte zur Veranschaulichung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Besoldungstabellen von Bund und Ländern.
Was dazukommt

Fünf Bestandteile neben dem Grundgehalt

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    Stellenzulage Einsatzdienst
    Nach einem Jahr Dienstzeit die halbe, nach zwei Jahren die volle Zulage: 132,16 Euro in A 7 und A 8, 130,56 Euro ab A 9. Mit ihr wird unter anderem der Aufwand des Nachtdienstes abgegolten.
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    Familienzuschlag
    Stufe 1 für Verheiratete beträgt 167,26 Euro in A 7 und A 8, sonst 173,50 Euro. Ab Stufe 2 hängt die Höhe zusätzlich von der Mietenstufe des Wohnorts ab – der Unterschied zwischen Stufe I und VII ist erheblich.
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    Dienst zu ungünstigen Zeiten
    4,25 Euro je Stunde an Sonn- und Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember nach 12 Uhr. Bei einem 24-Stunden-Dienstmodell summiert sich das über das Jahr spürbar.
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    Mehrarbeitsvergütung
    18,90 Euro je Stunde bis A 8, 25,95 Euro von A 9 bis A 12. Sie fällt an, wenn angeordnete Mehrarbeit nicht durch Freizeit ausgeglichen werden kann.
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    Was NICHT dazukommt
    Eine jährliche Sonderzahlung gibt es in Nordrhein-Westfalen seit 2017 nicht mehr gesondert – sie ist in die monatlichen Bezüge eingerechnet. Wer mit einem dreizehnten Monatsgehalt plant, plant an der Wirklichkeit vorbei.
Die Zahl danach

Vom Grundgehalt bleibt im Ruhestand nicht alles übrig

Das Ruhegehalt errechnet sich nach Paragraf 14 Absatz 1 des Beamtenversorgungsgesetzes: 1,79375 Prozent für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit, höchstens 71,75 Prozent. Bezugsgröße sind die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge – nicht dein Netto, und nicht jede Zulage zählt mit.

1,79375 %

für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit

71,75 %

Höchstsatz – erreichbar erst nach 40 Dienstjahren

40 Jahre

die im Einsatzdienst mit besonderer Altersgrenze selten zusammenkommen

Warum das zusammenhängt

Die besondere Altersgrenze ist ein Vorteil – und eine Lücke

Wer ohne Plan handelt, entscheidet in genau den Momenten, in denen Emotionen am stärksten sind: wenn ein Kurs plötzlich steigt oder fällt. Genau dann sind Angst und Gier schlechte Ratgeber. Einsatzkräfte kennen dieses Prinzip aus dem Dienst – in kritischen Lagen tragen eingeübte Abläufe, nicht spontane Eingebungen.
01

Emotionen schalten sich nicht ab – aber umgehen lassen sie sich

Wer im Einsatzdienst arbeitet, geht früher in den Ruhestand als die allgemeine Verwaltung. Das ist richtig so: Der Dienst am Fahrzeug, unter Atemschutz und im Wechselschichtbetrieb lässt sich nicht bis siebenundsechzig durchhalten.
02

Konsequenz schlägt Genialität

Nur hat dieser Vorteil eine Kehrseite, über die selten gesprochen wird. Der Höchstsatz von 71,75 Prozent setzt 40 Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit voraus. Wer mit 24 anfängt und mit 60 geht, kommt auf 36 Jahre – also rund 64,6 Prozent statt 71,75.
Aus der Praxis
Entscheidungen vorher festlegen, nicht im Moment
Wenige klare Regeln schlagen viele komplizierte
Ein Verlust innerhalb der Regeln bleibt ein guter Trade
Die frühere Altersgrenze kostet Dienstjahre – und Dienstjahre sind die Währung, in der das Ruhegehalt gerechnet wird.
Das Wichtigste in Kürze
Vorher festgelegte Regeln nehmen Angst und Gier die Macht über den einzelnen Trade. Ein einfacher Plan, konsequent befolgt, schlägt die geniale Idee, die beim ersten Kursausschlag verworfen wird. Der Wert entsteht erst im disziplinierten Abarbeiten – Schritt für Schritt.
Warum ich das schreibe

Ich bin Polizist, kein Feuerwehrmann – aber die Rechnung ist dieselbe

Andere Uniform, anderer Alltag, andere Zulagen. Was uns verbindet, ist die Struktur dahinter: Besoldung nach Gruppe und Stufe, eine frühere Altersgrenze, ein Ruhegehalt, das an Dienstjahren hängt – und niemand, der in der Ausbildung darüber spricht.

Ich habe zwanzig Jahre auf meine Besoldungsmitteilung geschaut, ohne sie zu verstehen. Diese Seite ist der Text, den ich damals gebraucht hätte. Warum ich das mache, steht hier.
seit 2003
im Dienst – und die ersten Jahre ohne jede Ahnung, was auf der Mitteilung steht
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Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Feuerwache im ersten Morgenlicht mit einem erleuchteten Fenster
Was daraus folgt

Drei Schritte, in dieser Reihenfolge

Regelbasiertes Handeln

Das Herzstück: Wie ein einmal festgelegter Ablauf im Ernstfall die Entscheidung für dich trifft und den Emotionen ihre Macht nimmt. Bewährt aus dem Dienst, übertragen auf dein Depot.
Mehr Infos →

Marktverständnis

Warum Kurse schwanken und weshalb das der Normalzustand ist – ruhig erklärt.

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Feuerwache im ersten Morgenlicht mit einem erleuchteten Fenster
Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Polizist und Mitgründer von COP Investment
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Inhaltlich geprüft von Julian Reppel
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Zuletzt aktualisiert: August 2026
Quellen
01
Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen, Landesbesoldungsordnung A, Stand 1. April 2026
02
Stellenzulage Einsatzdienst nach den Paragrafen 49 bis 51 LBesG NRW
03
Ruhegehaltssatz nach Paragraf 14 Absatz 1 Beamtenversorgungsgesetz
Häufige Fragen

Fragen zur Besoldung bei der Feuerwehr

Mit welcher Besoldungsgruppe steigt man ein?
Im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst in A 7, im gehobenen Dienst nach dem Studium in A 10. Während des Vorbereitungsdienstes gibt es den Anwärtergrundbetrag von 1.559,78 Euro für die Einstiegsämter A 5 bis A 8.
Wie hoch ist die Feuerwehrzulage?
Die Stellenzulage für den Einsatzdienst beträgt nach zwei Jahren Dienstzeit 132,16 Euro in A 7 und A 8 sowie 130,56 Euro ab A 9. Nach einem Jahr wird die Hälfte gezahlt. Rechtsgrundlage ist Paragraf 50 des Landesbesoldungsgesetzes NRW.
Gilt das auch in anderen Bundesländern?
Nein. Besoldung ist seit der Föderalismusreform Länderrecht, jedes Bundesland hat eigene Tabellen und Zulagen. Die Zahlen auf dieser Seite gelten für Nordrhein-Westfalen. Die Systematik – Gruppe, Stufe, Zulagen, Ruhegehaltssatz – ist überall vergleichbar.
Sind die Zahlen endgültig?
Die Beträge ab 1. April 2026 beruhen auf einer Anpassung um 3,36 Prozent, deren Veröffentlichung noch unter dem Vorbehalt der Bekanntmachung im Gesetzblatt steht. Beschlossen sind außerdem 2 Prozent zum 1. März 2027 und 1 Prozent zum 1. Januar 2028.
Was bleibt davon netto?
Das hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, privater Krankenversicherung und Familienstand ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Wichtiger als das heutige Netto ist ohnehin der Abstand zu dem, was im Ruhestand davon bleibt.
Zählt die Feuerwehrzulage für die Pension mit?
Nicht jede Zulage ist ruhegehaltfähig, und die Voraussetzungen unterscheiden sich. Genau deshalb ist die Zulagenfrage für die spätere Versorgung wichtiger, als sie auf den ersten Blick wirkt – sie gehört in jede Berechnung der eigenen Lücke.
Nächster Schritt

Fang an, solange die Zeit für dich arbeitet

Ein Gespräch, kostenlos und unverbindlich. Wir sagen dir auch, wenn gerade nichts von uns zu deiner Lage passt.

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