Startseite
›
Feuerwehr
›
24-Stunden-Dienst
Feuerwehr · 24-Stunden-Dienst

Ein anderes Dienstmodell braucht eine andere Rechnung

24 Stunden Dienst, dann frei. Das verändert nicht nur den Alltag, sondern auch, woraus dein Einkommen besteht – und was davon planbar ist.

Was ist beim 24-Stunden-Dienst finanziell anders?

Kurz beantwortet
Dein Einkommen besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen. Der eine ist planbar: Grundgehalt, Familienzuschlag, die Stellenzulage für den Einsatzdienst. Der andere schwankt mit dem Dienstplan: Zuschläge für Sonn- und Feiertage, Mehrarbeitsvergütung. In einem Monat mit vielen Feiertagsdiensten sieht das Konto deutlich anders aus als in einem ruhigen. Wer feste Verpflichtungen auf den schwankenden Teil legt, gerät genau dann in Schwierigkeiten, wenn der Dienstplan mal anders fällt. Und der zweite Punkt: Alles, was am aktiven Dienst hängt, fällt im Ruhestand ersatzlos weg.
✦
Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Makroaufnahme einer schlichten Wanduhr an einer glatten Wand
Die Zusammensetzung

Der planbare und der schwankende Teil

Diese Trennung klingt nach Buchhaltung, ist aber die wichtigste Unterscheidung, die du bei deinem Einkommen treffen kannst. Sie beantwortet, worauf du dich verlassen darfst.

Warum das im 24-Stunden-Dienst besonders auffällt

Deshalb gehören Kredit, Miete und Sparrate auf den planbaren Teil. Der schwankende ist ein Zusatz – kein Fundament.
Die Unterscheidung

Worauf du dich verlassen kannst – und worauf nicht

Planbar

✓
Grundgehalt nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.
✓
Familienzuschlag, sofern die Voraussetzungen vorliegen.
✓
Stellenzulage für den Einsatzdienst – solange du im Einsatzdienst bist.
✓
Strukturzulage, sofern sie für dein Amt vorgesehen ist.

Schwankend

–
Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten – abhängig davon, wie die Dienste fallen.
–
Mehrarbeitsvergütung – fällt nur an, wenn kein Freizeitausgleich möglich ist.
–
Einkommen aus einer genehmigten Nebentätigkeit.
–
Alles, was mit dem Ende des aktiven Dienstes ohnehin wegfällt.
Drei Größen

Was du über deinen Dienstplan wissen solltest

Diese drei Zahlen stehen auf deiner Besoldungsmitteilung oder ergeben sich aus dem Gesetz. Zusammen zeigen sie, wie stabil dein Einkommen wirklich ist.

4,25 €

je Stunde für Dienst zu ungünstigen Zeiten – schwankt mit dem Plan

132,16 €

volle Stellenzulage Einsatzdienst – planbar, solange du im Einsatzdienst bist

0 €

bleibt vom schwankenden Teil, sobald der aktive Dienst endet

Warum ich das schreibe

Ich habe mit Zuschlägen geplant, als wären sie sicher

Wechselschicht statt 24 Stunden, aber dasselbe Muster: Nachtdienste, Wochenenden, Feiertage – über Jahre mehrere hundert Euro im Monat. Ich habe damit gerechnet, als wäre es Teil meines Gehalts.

Solange ich im Dienst war, war es das auch. Nur habe ich mein Leben darauf eingerichtet, ohne zu trennen, was bleibt und was an der Verwendung hängt. Diese Trennung hätte ich mit dreissig machen sollen, nicht mit fünfzig. Warum ich das mache, steht hier.
2 Teile
stehen auf deiner Mitteilung – die meisten sehen nur die Summe unten rechts
✦
Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Elternteil sitzt morgens am Kuechentisch neben Schulranzen und Fruehstueck
Die freien Tage

Drei Dinge, die das Dienstmodell möglich macht

Regelbasiertes Handeln

Das Herzstück: Wie ein einmal festgelegter Ablauf im Ernstfall die Entscheidung für dich trifft und den Emotionen ihre Macht nimmt. Bewährt aus dem Dienst, übertragen auf dein Depot.
Mehr Infos →

Marktverständnis

Warum Kurse schwanken und weshalb das der Normalzustand ist – ruhig erklärt.

Vorsorge & Ruhestand

Die Versorgungslücke nüchtern rechnen und den langen Zeithorizont nutzen.
So gehst du vor

In vier Schritten zu einer Rechnung, die hält

Schritt 1

Mitteilung in zwei Spalten teilen

Planbares links, Schwankendes rechts. Nimm dazu drei verschiedene Monate – einen ruhigen, einen mit Feiertagsdiensten, einen durchschnittlichen. Die Spanne überrascht die meisten.

Schritt 2

Feste Kosten dagegenstellen

Miete oder Kredit, Versicherungen, laufende Verträge. Passen sie in den planbaren Teil? Wenn nicht, ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Seite.

Schritt 3

Sparrate auf das Planbare legen

Eine Rate, die du auch im ruhigsten Monat durchhältst. Wer sie an Zuschläge koppelt, setzt sie beim ersten schwachen Monat aus – und dann meistens dauerhaft.

Schritt 4

Den Rest als Zusatz behandeln

Was aus Zuschlägen und Mehrarbeit kommt, eignet sich für den Puffer oder für Sondertilgungen. Nur eben nicht als Grundlage für Verpflichtungen.

Kostenlos und unverbindlich

Sag uns, wie dein Dienstplan aussieht

Was im 24-Stunden-Dienst funktioniert, unterscheidet sich von dem, was in einem Bürojob geht. Wir trennen mit dir das Planbare vom Schwankenden. Kein Produktverkauf, keine Anlageberatung – und wenn die ehrliche Antwort lautet, dass du zuerst einen Puffer brauchst, sagen wir dir das auch.
Termin anfragen
▧
Bild-Platzhalter
Mann sitzt nachdenklich auf einer Bank im Umkleideraum der Wache
Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Polizist und Mitgründer von COP Investment
✓
Inhaltlich geprüft von Julian Reppel
↻
Zuletzt aktualisiert: August 2026
Quellen
01
Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen zu Stellenzulage, Erschwerniszuschlägen und Mehrarbeitsvergütung
02
Landesbeamtengesetz Nordrhein-Westfalen zur Genehmigungspflicht von Nebentätigkeiten
03
Beamtenversorgungsgesetz zu ruhegehaltfähigen Dienstbezügen
Häufige Fragen

Fragen zum 24-Stunden-Dienst

Verdiene ich im 24-Stunden-Dienst mehr?
Das Grundgehalt ist dasselbe – es hängt an Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe, nicht am Dienstmodell. Unterschiedlich fällt der Zuschlagsanteil aus, und der schwankt je nachdem, wie die Dienste liegen. Über ein Jahr gerechnet kann das spürbar sein, planbar ist es nicht.
Darf ich nebenbei arbeiten?
Grundsätzlich ja, aber Nebentätigkeiten sind im Beamtenverhältnis genehmigungspflichtig und an Grenzen gebunden – etwa beim zeitlichen Umfang und bei Interessenkonflikten. Kläre das vorher mit dem Dienstherrn, nicht im Nachhinein.
Zählen die Zuschläge für die Pension mit?
Alles, was unmittelbar an den aktiven Dienst geknüpft ist, fällt mit dem Ruhestand weg – dazu zählen die Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten und die Mehrarbeitsvergütung. Bei den übrigen Zulagen entscheidet das Gesetz, ob sie ruhegehaltfähig sind.
Wie hoch sollte meine Sparrate sein?
So hoch, dass du sie auch in einem Monat ohne Feiertagsdienste durchhältst. Lieber eine kleinere Rate, die dauerhaft läuft, als eine größere, die beim ersten schwachen Monat ausgesetzt wird – und dann meistens nicht wieder anläuft.
Ist der 24-Stunden-Dienst gesundheitlich problematisch?
Dazu können wir nichts sagen – das ist eine arbeitsmedizinische Frage und gehört zum Betriebsarzt. Finanziell relevant ist der Zusammenhang trotzdem: Wer die Atemschutztauglichkeit verliert, verliert auch den einsatzdienstabhängigen Teil seines Einkommens.
Was ist der wichtigste erste Schritt?
Deine Besoldungsmitteilung in zwei Spalten teilen – planbar und schwankend. Nimm drei verschiedene Monate. Die Spanne zwischen dem ruhigsten und dem vollsten Monat ist die Zahl, um die es geht.
Nächster Schritt

Fang an, solange die Zeit für dich arbeitet

Ein Gespräch, kostenlos und unverbindlich. Wir sagen dir auch, wenn gerade nichts von uns zu deiner Lage passt.

Termin anfragen