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FÜR DIE BLAULICHTFAMILIE

Pension bei der Polizei — was am Ende bleibt

Ruhig und verständlich: wie sich deine Pension berechnet, wann du in den Ruhestand kannst — und warum am Ende oft weniger bleibt, als viele denken.

Worum es bei der Polizei-Pension geht

WORUM ES GEHT
Als Polizeibeamter bekommst du im Ruhestand keine gesetzliche Rente, sondern eine Pension — das sogenannte Ruhegehalt. Wie hoch es ausfällt, hängt vor allem von zwei Dingen ab: wie lange du im Dienst warst und aus welcher Besoldung heraus du in den Ruhestand gehst. Diese Seite erklärt die Grundlagen ruhig und nachvollziehbar — ohne Fachnebel und ohne Beratung.
DIE HÖHE

Wie hoch ist die Pension

Die Pension ersetzt nicht dein volles Gehalt. Sie liegt spürbar darunter — und genau diese Lücke ist der Grund, warum sich frühes Hinschauen lohnt.

Zwei Größen entscheiden

Erstens die ruhegehaltfähige Dienstzeit: jedes anerkannte Dienstjahr zählt. Zweitens die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge — vereinfacht das Grundgehalt der letzten Besoldungsstufe plus bestimmte ruhegehaltfähige Zulagen.
Aus beidem ergibt sich der Ruhegehaltssatz. Er sagt, wie viel Prozent deiner letzten Bezüge du als Pension bekommst. Mehr Dienstjahre bedeuten einen höheren Satz — bis zu einer gesetzlichen Obergrenze.
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BILD-PLATZHALTER
RUHEGEHALTSSATZ

Ruhegehaltssatz nach Dienstjahren

Pro anerkanntem Dienstjahr steigt der Ruhegehaltssatz um 1,79375 Prozent — bis zum gesetzlichen Höchstsatz von 71,75 Prozent (§14 BeamtVG). Die Werte sind gerundet und dienen der Orientierung, nicht der individuellen Berechnung.
Ruhegehaltfähige DienstjahreRuhegehaltssatzEinordnung
20 Jahre35,88 %frühe Dienstzeit
25 Jahre44,84 %
30 Jahre53,81 %
40 Jahre71,75 %Höchstsatz erreicht
Grundlage: §14 Abs. 1 BeamtVG. Der Höchstsatz von 71,75 Prozent wird nach rund 40 ruhegehaltfähigen Dienstjahren erreicht. Landesrecht kann im Detail abweichen.
DIE BERECHNUNG

Wie sich das Ruhegehalt berechnet

Die Formel dahinter ist einfacher, als sie klingt — und sie steht so im Gesetz.
01

Der Satz pro Jahr

Jedes ruhegehaltfähige Dienstjahr bringt 1,79375 Prozent. Nach 40 Jahren ergibt das den Höchstsatz von 71,75 Prozent. Wer also 30 Jahre im Dienst war, kommt auf rund 53,81 Prozent der letzten ruhegehaltfähigen Bezüge.
02

Der Abschlag bei frühem Ruhestand

Wer vor der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand geht, muss mit einem Versorgungsabschlag rechnen: 3,6 Prozent für jedes Jahr des vorzeitigen Ausscheidens. Dieser Abschlag bleibt dauerhaft bestehen — nicht nur bis zur regulären Altersgrenze.
AUF EINEN BLICK
1,79375 % je Dienstjahr
Höchstens 71,75 %
−3,6 % je Jahr vorzeitig
Die Pension ist kein Selbstläufer — sie folgt festen Regeln, die man kennen kann.
KURZ GESAGT
Dienstzeit und Besoldung bestimmen die Höhe, ein früher Ruhestand kostet dauerhaft Prozente. Wer das früh weiß, kann die Lücke ruhig einplanen.
DER ZEITPUNKT

Pensionsalter & Pension mit 60

  • ◷
    Regelaltersgrenze
    Für die meisten Polizeibeamten liegt sie — je nach Bundesland und Jahrgang — häufig bei 60 bis 62 Jahren und damit früher als bei vielen anderen Beamten.
  • ◷
    Besondere Altersgrenze
    Der Polizeivollzugsdienst hat eine eigene, frühere Altersgrenze — wegen der körperlichen Belastung des Dienstes. Die genaue Grenze regelt das jeweilige Landesrecht.
  • ◷
    Früher gehen
    Ein Ausscheiden vor der Altersgrenze ist möglich, kostet aber den Versorgungsabschlag von 3,6 Prozent pro Jahr — dauerhaft.
  • ◷
    Warum das zählt
    Wer früh in Pension geht, hat weniger Dienstjahre und einen Abschlag — beides drückt den Satz. Die frühe Altersgrenze ist ein Vorteil, will aber finanziell eingeplant sein.
WAS KONKRET BLEIBT

Wieviel bekommt ein Polizist am Ende

Ein grobes Beispiel macht es greifbar. Es ersetzt keine individuelle Berechnung — es zeigt nur die Größenordnung.

~71 %

Höchstsatz nach rund 40 Dienstjahren

~54 %

nach etwa 30 Dienstjahren

−3,6 %

je Jahr vorzeitiger Ruhestand

DIE STILLE GEFAHR

Die Versorgungslücke

Zwischen dem letzten Netto im Dienst und der Pension klafft eine Lücke. Sie ist normal — aber sie überrascht viele erst, wenn es spät ist.
01

Woher die Lücke kommt

Die Pension ersetzt höchstens rund 71 Prozent der letzten Bezüge — und das nur bei voller Dienstzeit ohne Abschlag. In der Praxis liegen viele darunter. Der Unterschied zum gewohnten Netto ist die Versorgungslücke.
02

Warum sie oft übersehen wird

Im Dienst fühlt sich die Pension weit weg an. „Ich habe doch später meine Pension“ ist ein verbreiteter Gedanke — er stimmt, aber er beantwortet nicht die Frage, ob die Höhe zum späteren Leben passt.
TYPISCH
Pension < letztes Netto
Lücke oft unterschätzt
Früh planbar
Die Lücke ist kein Grund zur Sorge — wenn man sie kennt und ruhig einplant. Wie du sie schließt, zeigt die private Altersvorsorge für Beamte.
KURZ GESAGT
Je früher die Lücke bekannt ist, desto gelassener lässt sie sich schließen — mit Zeit als größtem Verbündeten.
Warum ich das schreibe

Eine einzige Zahl hat bei mir alles verändert

Ich habe lange geglaubt, die Pension regelt sich von selbst. Sicherer Beruf, sicherer Ruhestand – so hatte ich es im Kopf, und so haben es meine Eltern gemeint, als sie mir zu diesem Weg geraten haben.

Dann habe ich zum ersten Mal ausgerechnet, was zwischen meinem letzten Netto und dem liegt, was danach kommt. Diese Zahl war der Anfang von allem. Nicht weil sie erschreckend war, sondern weil mir klar wurde: Ich hätte sie mit dreissig schon kennen können. Warum ich das mache, steht hier.
1 Zahl
der Abstand zwischen letztem Netto und dem, was bleibt
Ich habe lange geglaubt, die Pension regelt sich von selbst. Sicherer Beruf, sicherer Ruhestand – so hatte ich es im Kopf, und so haben es meine Eltern gemeint, als sie mir zu diesem Weg geraten haben.

Dann habe ich zum ersten Mal ausgerechnet, was zwischen meinem letzten Netto und dem liegt, was danach kommt. Diese Zahl war der Anfang von allem. Nicht weil sie erschreckend war, sondern weil mir klar wurde: Ich hätte sie mit dreissig schon kennen können. Warum ich das mache, steht hier.
Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Chris Oppermann, Mitgruender von COP Investment, am Arbeitsplatz
Chris Oppermann, Mitgruender und Education Lead von COP Investment
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BILD-PLATZHALTER

Worauf es beim eigenen Aufbau ankommt

Vier ruhige Prinzipien, die aus dem Dienst vertraut sind — und sich auf den Umgang mit der Versorgungslücke übertragen lassen.
Früh anfangen
Zeit ist der stille Verbündete, der ohne Zutun arbeitet. Je früher, desto ruhiger.
Maßhalten
Erst das Risiko begrenzen, dann an Rendite denken — wie die Eigensicherung im Einsatz.
Regeln folgen
Feste Regeln statt Bauchgefühl. Disziplin schlägt Emotion, auch beim Geld.
Dranbleiben
Ein Marathon, kein Sprint. Beständigkeit zählt mehr als der perfekte Moment.
Wer diese vier verinnerlicht, braucht keine Prognose — nur Beständigkeit.

Warum sich der eigene Aufbau lohnt

DER EIGENE WEG
Die Pension ist eine solide Grundlage — aber sie ersetzt selten das gewohnte Netto. Wer die Versorgungslücke früh kennt, kann sie mit Zeit und ruhigen, regelbasierten Entscheidungen selbst schließen. Es geht nicht um schnelle Rendite, sondern um Handlungsfähigkeit im Ruhestand: selbst bestimmen können, statt auf eine einzige Zahl angewiesen zu sein.
DIE WISSENSMODULE

Drei Bausteine für ein ruhiges Fundament

Vermögensaufbau verstehen

Der rote Faden für den ganzen Dienst — wie aus der Versorgungslücke ein ruhiger, strukturierter Plan wird.
Mehr erfahren

Marktverständnis

Warum Kurse schwanken und weshalb das der Normalzustand ist — ruhig erklärt.

Regelbasiertes Handeln

Feste Regeln statt Bauchgefühl — wie im Dienst.
DER LEITFADEN

Das Fundament — kompakt zum Nachlesen

Alle Grundlagen in einem ruhig gesetzten Leitfaden. Zum Lesen in der Wache, zwischen zwei Schichten oder in aller Ruhe zu Hause.
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Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
ERSTELLT VON
COP Investment
Finanzbildung für die Blaulichtfamilie
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Inhaltlich geprüft
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
GRUNDLAGEN
§14
BeamtVG — Höhe des Ruhegehalts (1,79375 % je Jahr, max. 71,75 %).
§14
BeamtVG — Versorgungsabschlag 3,6 % je Jahr vorzeitig.
§5
BeamtVG — ruhegehaltfähige Dienstbezüge.
HÄUFIGE FRAGEN

Was viele zur Polizei-Pension fragen

Woraus setzt sich das Ruhegehalt bei der Polizei zusammen?
Aus Dienstzeit und letzter Besoldung. Pro Dienstjahr gibt es 1,79375 Prozent, höchstens 71,75 Prozent der letzten ruhegehaltfähigen Bezüge; nach rund 40 Jahren ist der Höchstsatz erreicht. Die vollständige Rechnung Schritt für Schritt steht unter Wie hoch wird die Pension.
Kann ich mit 60 in Pension gehen?
Der Polizeivollzugsdienst hat eine besondere, frühere Altersgrenze — oft um die 60, je nach Bundesland und Jahrgang. Die genaue Grenze regelt das Landesrecht.
Was ist der Versorgungsabschlag?
Wer vor der Altersgrenze in den Ruhestand geht, dessen Pension sinkt um 3,6 Prozent je vorgezogenem Jahr. Dieser Abschlag bleibt dauerhaft.
Was ist die Versorgungslücke?
Der Abstand zwischen dem letzten Netto im Dienst und der späteren Pension. Da die Pension höchstens rund 71 Prozent ersetzt, bleibt fast immer eine Lücke.
Bekomme ich zusätzlich gesetzliche Rente?
In der Regel nicht aus dem Beamtenverhältnis — die Pension tritt an ihre Stelle. Rentenansprüche aus früheren Tätigkeiten können gesondert bestehen und werden teils angerechnet.
Wie kann ich die Lücke schließen?
Über einen ruhigen, langfristigen eigenen Aufbau. Diese Seite ist Wissensvermittlung und keine Beratung — individuelle Entscheidungen sollten zur eigenen Situation passen.
DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Sieh, wo du finanziell stehst

Ruhig, verständlich und ohne Verkaufsdruck — Wissen, das zu einem Dienst mit Verantwortung passt.

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