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Angestellt im öffentlichen Dienst
Die zweite Statusebene

Wenn du angestellt im öffentlichen Dienst bist

Keine Pension, keine Beihilfe, keine Dienstunfähigkeit – dafür eine gesetzliche Rente und eine zweite Säule, die kaum jemand kennt. Was für dich gilt, hängt nicht an deinem Beruf, sondern an deinem Status.

Was heißt angestellt im öffentlichen Dienst?

Kurz beantwortet
Du arbeitest bei einer Kommune, einem Kreis, einem Land oder dem Bund – aber nicht als Beamtin oder Beamter, sondern in einem normalen Arbeitsverhältnis nach Tarifvertrag, meist TVöD oder TV-L. Du zahlst volle Sozialabgaben und erwirbst dadurch eine gesetzliche Rente. Zusätzlich meldet dich dein Arbeitgeber bei einer Zusatzversorgungskasse an, aus der später eine Betriebsrente fließt. Diese zweite Säule ist verpflichtend, läuft automatisch und ist vielen erst kurz vor dem Ruhestand ein Begriff.
Zwei Personen gehen am Schreibtisch gemeinsam Unterlagen durch
Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Warum es diese Ebene gibt

Dein Status entscheidet, nicht dein Beruf

Zwei Menschen können denselben Dienst leisten und völlig verschiedene Antworten auf dieselbe Finanzfrage brauchen.

Eine Frage, zwei Systeme

Deshalb steht hier nicht dasselbe wie unter „Wenn du verbeamtet bist“. Wer die falsche Seite liest, plant mit Zahlen, die es für ihn nie geben wird.
Die Abgrenzung

Für wen diese Seiten gelten – und für wen nicht

Gemeint sind Beschäftigte bei öffentlichen Arbeitgebern: Kommunen, Kreise, kreisfreie Städte, Länder und der Bund. Im Rettungsdienst betrifft das die große Mehrheit, weil die Trägerschaft dort meist kommunal ist. Dazu kommen Verwaltung, Kliniken in öffentlicher Trägerschaft, Sozial- und Erziehungsdienst und viele weitere Bereiche.
NICHT gemeint sind Beschäftigte privater Rettungsdienste und Werkfeuerwehren in der Industrie. Sie sind ebenfalls angestellt und tragen oft dieselbe Uniform – aber sie arbeiten nicht bei einem öffentlichen Arbeitgeber. Für sie gibt es weder VBL noch ZVK, und ob überhaupt eine betriebliche Altersversorgung besteht, steht im Arbeitsvertrag.
Ebenfalls nicht gemeint sind Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter oder die Malteser. Sie haben eigene Tarifwerke und eigene Versorgungslösungen, die sich von der kommunalen Zusatzversorgung unterscheiden können.
Wenn du unsicher bist: Auf deiner Entgeltabrechnung taucht der Beitrag zur Zusatzversorgung als eigener Posten auf. Steht er dort, gehörst du dazu.
Zwei Statuswelten

Angestellt und verbeamtet im direkten Vergleich

Lebenslage
Im Alter
Zweite Säule
Bei Krankheit
Wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht
Beim Arbeitgeberwechsel
Angestellt im öffentlichen Dienst
Im Alter
Gesetzliche Rente aus Beitragsjahren
Zweite Säule
Zusatzversorgung über VBL oder ZVK, verpflichtend
Bei Krankheit
Gesetzliche oder private Krankenversicherung
Wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht
Erwerbsminderungsrente, sonst eigene Berufsunfähigkeitsversicherung
Beim Arbeitgeberwechsel
Ansprüche wandern mit
Verbeamtet
Im Alter
Ruhegehalt nach Dienstjahren
Zweite Säule
Entfällt, das Ruhegehalt ist bereits die Versorgung
Bei Krankheit
Beihilfe plus private Restkostenversicherung
Wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht
Dienstunfähigkeit mit eigenem Verfahren
Beim Arbeitgeberwechsel
An das Dienstverhältnis gebunden
Angestellt bei privatem Träger
Im Alter
Gesetzliche Rente aus Beitragsjahren
Zweite Säule
Nur wenn der Arbeitgeber eine anbietet
Bei Krankheit
Gesetzliche oder private Krankenversicherung
Wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht
Erwerbsminderungsrente, sonst eigene Berufsunfähigkeitsversicherung
Beim Arbeitgeberwechsel
Betriebliche Zusagen enden meist mit dem Wechsel
Fundament, kein Dach

Zwei Säulen entstehen automatisch – die dritte nicht

Aus deinen Abzügen wachsen zwei Ansprüche, ohne dass du etwas tun musst: die gesetzliche Rente und die Zusatzversorgung. Beide sind verlässlich, beide wandern bei einem Wechsel innerhalb des öffentlichen Dienstes mit dir mit. Und beide zusammen ergeben im Alter weniger als dein heutiges Nettoeinkommen. Das ist kein Versehen, sondern die Bauweise des Systems. Die dritte Säule ist die einzige, über die du selbst entscheidest – und die einzige, die nicht von allein entsteht.
2
Säulen laufen automatisch. Die dritte baut niemand für dich.
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Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Zwei steinerne Pfeiler unterschiedlicher Hoehe vor bedecktem HimmelZwei steinerne Pfeiler unterschiedlicher Hoehe vor bedecktem Himmel

Drei Dinge, die du über deine zweite Säule wissen solltest

2
Kassenwelten: VBL für Bund und Länder, ZVK für kommunale Arbeitgeber
1
Posten auf deiner Entgeltabrechnung verrät dir, dass du dabei bist
0
Anträge musst du dafür stellen – die Anmeldung läuft über den Arbeitgeber
Wenn du weiterdenken willst

Zwei Säulen kennst du jetzt. Die dritte bauen wir gemeinsam

Im kostenlosen Strategiegespräch ordnen wir ein, was aus deiner gesetzlichen Rente und deiner Zusatzversorgung realistisch zu erwarten ist – und was daraus für heute folgt. Keine Produktempfehlung, keine Anlageberatung.
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Brief auf dem Tisch
Amtlicher Brief halb aus dem Umschlag gezogen auf einem TischAmtlicher Brief halb aus dem Umschlag gezogen auf einem Tisch
Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und PolizistChris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Mitgründer von COP Investment
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Vor Veröffentlichung inhaltlich geprüft
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Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2026
Quellen
01
Tarifvertrag über die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV und ATV-K)
02
TVöD Allgemeiner Teil sowie Entgeltordnung (VKA), Abschnitt XXII für den Rettungsdienst
03
Sozialgesetzbuch, Bücher V, VI und XI, zu den Beiträgen der gesetzlichen Sozialversicherung
Häufige Fragen

Was uns zu dieser Statusfrage gestellt wird

Ich arbeite im Rettungsdienst – gilt das hier für mich?
Wenn dein Arbeitgeber ein Kreis, eine kreisfreie Stadt oder eine andere Kommune ist, ja. Dann bist du angestellt im öffentlichen Dienst, fällst unter den TVöD und bist über eine kommunale Zusatzversorgungskasse versichert. Bei einem privaten Rettungsdienst oder einer Hilfsorganisation gilt ein anderes Tarifwerk.
Ich bin Werkfeuerwehrmann in der Industrie – zähle ich dazu?
Nein. Werkfeuerwehren gehören zum jeweiligen Unternehmen und damit zur Privatwirtschaft. Du bist angestellt, aber nicht im öffentlichen Dienst. Weder VBL noch ZVK gelten für dich; ob es eine betriebliche Altersversorgung gibt, steht in deinem Arbeitsvertrag.
Wie finde ich heraus, ob ich zusatzversorgt bin?
Sieh auf deiner Entgeltabrechnung nach. Der Beitrag zur Zusatzversorgung taucht dort als eigener Posten auf, meist unter dem Namen der Kasse. Zusätzlich bekommst du einmal jährlich eine Mitteilung über deinen bisher erworbenen Anspruch.
Was ist der Unterschied zwischen VBL und ZVK?
Beides sind Zusatzversorgungskassen, sie unterscheiden sich nach dem Arbeitgeber. Die VBL ist für Bund und Länder zuständig, die kommunalen Zusatzversorgungskassen für Städte, Kreise und Gemeinden. Wer im kommunalen Rettungsdienst arbeitet, ist in aller Regel bei einer ZVK.
Nehme ich meine Ansprüche mit, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?
Innerhalb des öffentlichen Dienstes in der Regel ja, auch über Kassengrenzen hinweg. Beim Wechsel in die Privatwirtschaft bleibt der bis dahin erworbene Anspruch bestehen, wächst aber nicht weiter. Die Einzelheiten regelt die jeweilige Kasse.
Brauche ich als Angestellte eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Anders als Beamtinnen und Beamte hast du keine Dienstunfähigkeit, die dich auffängt. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift erst unter engen Voraussetzungen und fällt niedrig aus. Das ist eine der wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Statuswelten – wie du damit umgehst, ist eine persönliche Entscheidung, die wir hier nicht für dich treffen.
Der nächste Schritt

Frag einmal nach, was deine zweite Säule wert ist

Die meisten kennen ihren Anspruch aus der Zusatzversorgung nicht. Es ist ein Anruf bei der Kasse – und danach lässt sich zum ersten Mal seriös rechnen.

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