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Freiwillige Feuerwehr
Feuerwehr · Ehrenamt

Ehrenamt ist kein Nebenjob – und wird auch nicht so behandelt

Wer freiwillig ausrückt, tut das nicht fürs Geld. Trotzdem gibt es Regeln zu Aufwandsentschädigung, Steuer, Lohnfortzahlung und Absicherung im Einsatz. Hier stehen sie.

Bekommt man bei der Freiwilligen Feuerwehr Geld?

Kurz beantwortet
Kein Gehalt. Der Dienst ist ein Ehrenamt, kein Beschäftigungsverhältnis. Vorgesehen ist der Ersatz von Auslagen und Verdienstausfall; viele Kommunen zahlen darüber hinaus eine Aufwandsentschädigung, etwa für Funktionsträger. Höhe und Voraussetzungen legt die jeweilige Gemeinde in ihrer Satzung fest – sie unterscheiden sich erheblich. Wer im Hauptberuf angestellt ist, bekommt für die Einsatzzeit in der Regel den Verdienst weitergezahlt; der Arbeitgeber kann sich das erstatten lassen. Steuerlich können Freibeträge für ehrenamtliche Tätigkeit greifen – das hängt an der Art der Tätigkeit und gehört im Zweifel zum Steuerberater.
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Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Familie sitzt abends gemeinsam auf dem Sofa im Wohnzimmer
Das Geld

Warum es hier keine Tabelle gibt

Bei der Berufsfeuerwehr steht die Besoldung im Landesgesetz und gilt für alle gleich. Beim Ehrenamt ist das anders: Zuständig ist die Gemeinde, und geregelt wird es in ihrer Satzung.

Was das praktisch bedeutet

Maßgeblich ist die Satzung deiner Gemeinde. Sie ist öffentlich, und die Wehrführung weiß, wo sie steht.
Der Überblick

Fünf Punkte, die du kennen solltest

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    Auslagenersatz
    Kosten, die dir durch den Dienst entstehen, sollen dich nicht belasten. Was genau ersetzt wird, regelt die Satzung deiner Gemeinde.
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    Verdienstausfall
    Wer für einen Einsatz die Arbeit verlässt, soll dadurch nichts verlieren. Angestellte bekommen den Verdienst in der Regel weiter, der Arbeitgeber kann Erstattung verlangen. Selbstständige melden ihren Ausfall selbst – dafür gelten eigene Regeln.
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    Aufwandsentschädigung
    Viele Kommunen zahlen sie zusätzlich, häufig für Funktionsträger wie Wehrführung oder Gerätewart. Sie ist kein Lohn, sondern eine Entschädigung für den Aufwand – und in der Höhe sehr unterschiedlich.
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    Absicherung im Einsatz
    Für Unfälle im Feuerwehrdienst besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz über die zuständige Unfallkasse. Er greift bei Dienst, Übung und Ausbildung – auch auf den Wegen dorthin.
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    Was er nicht abdeckt
    Der Schutz gilt für den Feuerwehrdienst. Was im Privatleben oder im Hauptberuf passiert, fällt nicht darunter. Genau dort entsteht die Lücke, um die es auf den anderen Seiten geht.
Was daraus folgt

Drei Punkte für deine eigenen Finanzen

Das Ehrenamt selbst trägt finanziell nichts bei – es soll es auch nicht. Entscheidend ist deshalb, wie dein Hauptberuf abgesichert ist.

dein Beruf

bestimmt Einkommen, Absicherung und Altersversorgung – nicht das Ehrenamt

Unfallkasse

schützt im Feuerwehrdienst, nicht im übrigen Leben

deine Satzung

regelt, was es bei dir konkret gibt – sie ist öffentlich einsehbar

Warum ich das schreibe

Wer sein Wochenende hergibt, sollte wenigstens die Regeln kennen

Ich bin Polizist, nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr. Was ich aber kenne, ist das Muster: Menschen, die für andere geradestehen, beschäftigen sich mit dem eigenen Geld zuletzt.

Beim Ehrenamt kommt hinzu, dass es ohnehin nicht ums Verdienen geht – und genau deshalb schaut kaum jemand nach, was eigentlich geregelt ist. Diese Seite ist der Überblick, den ich mir an eurer Stelle gewünscht hätte. Warum ich das mache, steht hier.
1 Satzung
regelt bei dir alles Konkrete – und die wenigsten haben sie je gelesen
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Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Einzelner Stuhl mit Notizbuch und Tasse im ruhigen Aufenthaltsraum
So verschaffst du dir Klarheit

In vier Schritten

Schritt 1

Satzung lesen

Die Entschädigungssatzung deiner Gemeinde regelt Auslagen, Verdienstausfall und Aufwandsentschädigung. Sie ist öffentlich – die Wehrführung oder die Gemeinde sagen dir, wo.

Schritt 2

Arbeitgeber klären

Wie wird bei dir mit Einsätzen während der Arbeitszeit umgegangen? Das ist ein Gespräch, das man besser vor dem ersten Alarm führt als danach.

Schritt 3

Steuerliche Behandlung prüfen

Ob und in welcher Höhe Freibeträge für ehrenamtliche Tätigkeit greifen, hängt von der Art der Tätigkeit ab. Das gehört zum Steuerberater – wir sind keiner und geben dazu keine Auskunft.

Schritt 4

Eigene Lage anschauen

Der wichtigere Teil: Wie steht es um Absicherung und Altersvorsorge in deinem Hauptberuf? Dort entscheidet sich, wie du finanziell dastehst – nicht im Ehrenamt.

Kostenlos und unverbindlich

Dein Hauptberuf entscheidet, nicht das Ehrenamt

Wir schauen gemeinsam auf deine berufliche Lage – Absicherung, Versorgung, Aufbau. Kein Produktverkauf, keine Anlageberatung, keine Steuerberatung. Und wenn die ehrliche Antwort lautet, dass bei dir alles passt, sagen wir dir das auch.
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Stapel von Vertragsunterlagen mit Stift im Lampenlicht
Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Polizist und Mitgründer von COP Investment
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Inhaltlich geprüft von Julian Reppel
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Zuletzt aktualisiert: August 2026
Quellen
01
Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz Nordrhein-Westfalen
02
Entschädigungssatzungen der Gemeinden – jeweils örtlich unterschiedlich
03
Siebtes Buch Sozialgesetzbuch zum gesetzlichen Unfallversicherungsschutz
Häufige Fragen

Fragen zur Freiwilligen Feuerwehr

Wie viel Aufwandsentschädigung bekomme ich?
Das legt deine Gemeinde in ihrer Satzung fest. Die Beträge unterscheiden sich zwischen Kommunen erheblich, und häufig sind sie an Funktionen geknüpft. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht – die Satzung ist öffentlich einsehbar.
Bekomme ich meinen Lohn weiter, wenn ich zum Einsatz muss?
Für Angestellte ist der Ersatz des Verdienstausfalls vorgesehen; in der Praxis zahlt der Arbeitgeber weiter und lässt sich das erstatten. Selbstständige machen ihren Ausfall selbst geltend. Die Einzelheiten regelt das Landesrecht und die Satzung.
Ist die Entschädigung steuerpflichtig?
Das hängt von der Art der Tätigkeit und der jeweiligen Zahlung ab; für ehrenamtliche Tätigkeiten kommen Freibeträge in Betracht. Wir sind keine Steuerberater und geben dazu keine Auskunft – das gehört zu einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein.
Bin ich im Einsatz versichert?
Ja. Für Unfälle im Feuerwehrdienst besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz über die zuständige Unfallkasse. Er umfasst Einsätze, Übungen und Ausbildung einschließlich der Wege dorthin. Melde jeden Vorfall – auch scheinbar harmlose.
Zählt die Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr für meine Rente?
Das Ehrenamt selbst begründet keine Rentenansprüche. Deine Altersversorgung ergibt sich aus deinem Hauptberuf. Genau deshalb lohnt der Blick dorthin mehr als auf die Entschädigung.
Kann ich von der Freiwilligen zur Berufsfeuerwehr wechseln?
Erfahrung aus dem Ehrenamt ist hilfreich, ersetzt aber nicht die Einstellungsvoraussetzungen. Für den mittleren Dienst ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung nötig, dazu das Auswahlverfahren und der Vorbereitungsdienst.
Nächster Schritt

Fang an, solange die Zeit für dich arbeitet

Ein Gespräch, kostenlos und unverbindlich. Wir sagen dir auch, wenn gerade nichts von uns zu deiner Lage passt.

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