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Feuerwehr · Pension

Was am Ende wirklich bleibt

Das Ruhegehalt hängt an Dienstjahren – und die besondere Altersgrenze im Einsatzdienst kostet genau davon welche. Hier steht, wie sich das rechnet und was du dagegen tun kannst.

Wie hoch ist die Pension bei der Feuerwehr?

Kurz beantwortet
Das Ruhegehalt beträgt 1,79375 Prozent für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit, höchstens 71,75 Prozent nach Paragraf 14 Absatz 1 des Beamtenversorgungsgesetzes. Der Höchstsatz setzt 40 Dienstjahre voraus. Bezugsgröße sind die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge – nicht dein heutiges Netto, und nicht jede Zulage zählt mit. Wer im Einsatzdienst mit der besonderen Altersgrenze früher ausscheidet, erreicht die 40 Jahre in aller Regel nicht. Eine pauschale Eurozahl gibt es deshalb nicht – sie hängt an deinen Dienstjahren, deiner Besoldungsgruppe und daran, welche Zulagen ruhegehaltfähig sind.
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Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Gefalteter Brief mit Lesebrille im Lampenlicht auf dunklem Holz
Die Rechnung

Zwei Größen, aus denen sich alles ergibt

Das Ruhegehalt ist keine feste Summe, sondern ein Produkt aus zwei Werten: dem Ruhegehaltssatz und den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen. Beide muss man kennen, sonst ist jede Zahl geraten.

Wo die meisten falsch rechnen

Alles, was an den aktiven Dienst gekoppelt ist – Zuschläge für Nacht, Wochenende, Feiertag und Mehrarbeit – fällt mit dem Ruhestand ohnehin weg.
Woher die Lücke kommt

Drei Zahlen, die den Einsatzdienst betreffen

Die frühere Altersgrenze ist ein Vorteil – sie ist richtig so, weil sich der Dienst am Gerät, unter Atemschutz und im Wechselschichtbetrieb nicht bis siebenundsechzig durchhalten lässt. Sie hat nur eine Kehrseite.

1,79375 %

für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit

71,75 %

Höchstsatz – erreichbar erst nach 40 Dienstjahren

rund 64,6 %

bleiben, wer mit 24 anfängt und mit 60 geht: 36 Jahre statt 40

Warum das kaum jemand rechtzeitig merkt

Die Lücke entsteht durch das System, nicht durch einen Fehler

Wer ohne Plan handelt, entscheidet in genau den Momenten, in denen Emotionen am stärksten sind: wenn ein Kurs plötzlich steigt oder fällt. Genau dann sind Angst und Gier schlechte Ratgeber. Einsatzkräfte kennen dieses Prinzip aus dem Dienst – in kritischen Lagen tragen eingeübte Abläufe, nicht spontane Eingebungen.
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Emotionen schalten sich nicht ab – aber umgehen lassen sie sich

Niemand hat etwas falsch gemacht. Wer im Einsatzdienst arbeitet und die besondere Altersgrenze nutzt, verliert Dienstjahre – und Dienstjahre sind die Währung, in der das Ruhegehalt gerechnet wird. Vier fehlende Jahre kosten rund sieben Prozentpunkte.
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Konsequenz schlägt Genialität

Dazu kommt ein zweiter Punkt, der oft in die falsche Richtung gerechnet wird: Im Ruhestand steigt die Beihilfe in der Regel von fünfzig auf siebzig Prozent, der Beitrag zur privaten Krankenversicherung sinkt entsprechend, und die Steuerlast ist meist niedriger. Netto zu Netto fällt der Abstand deshalb häufig kleiner aus, als der reine Prozentsatz vermuten lässt.
Aus der Praxis
Entscheidungen vorher festlegen, nicht im Moment
Wenige klare Regeln schlagen viele komplizierte
Ein Verlust innerhalb der Regeln bleibt ein guter Trade
Die frühere Altersgrenze kostet Dienstjahre – und Dienstjahre sind die Währung, in der das Ruhegehalt gerechnet wird.
Das Wichtigste in Kürze
Vorher festgelegte Regeln nehmen Angst und Gier die Macht über den einzelnen Trade. Ein einfacher Plan, konsequent befolgt, schlägt die geniale Idee, die beim ersten Kursausschlag verworfen wird. Der Wert entsteht erst im disziplinierten Abarbeiten – Schritt für Schritt.
Warum ich das schreibe

Eine einzige Zahl hat bei mir alles verändert

Ich habe lange geglaubt, die Versorgung regelt sich von selbst. Sicherer Beruf, sicherer Ruhestand – so hatte ich es im Kopf, und so war es auch gemeint, als mir zu diesem Weg geraten wurde.

Dann habe ich zum ersten Mal ausgerechnet, was zwischen meinem letzten Netto und dem liegt, was danach kommt. Nicht die Höhe der Zahl war der Punkt, sondern dass ich sie mit dreißig schon hätte kennen können. Warum ich das mache, steht hier.
1 Zahl
der Abstand zwischen letztem Netto und dem, was bleibt
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Foto: ruhiges Porträt einer Einsatzkraft, Gegenlicht
Ein Paar bespricht abends am Kuechentisch gemeinsam die Unterlagen
So gehst du vor

In vier Schritten zu deiner eigenen Zahl

Schritt 1

Dienstjahre zählen

Wie viele Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit wirst du bis zu deiner Altersgrenze zusammenbekommen? Ausbildungszeiten und Vordienstzeiten können mitzählen – das klärt verbindlich der Versorgungsträger.

Schritt 2

Satz berechnen

Dienstjahre mal 1,79375 Prozent, gedeckelt bei 71,75. Diese Rechnung kannst du in einer Minute selbst machen – sie ist der Ausgangspunkt für alles Weitere.

Schritt 3

Bezugsgröße klären

Welche deiner Zulagen sind ruhegehaltfähig? Das steht nicht auf der Besoldungsmitteilung. Frag beim Dienstherrn oder beim Versorgungsträger nach – diese Auskunft ist die wichtigste des ganzen Themas.

Schritt 4

Netto gegen Netto stellen

Erst zum Schluss, und mit Bedacht: Berücksichtige, dass Beihilfe und Steuerlast sich ändern. Der Abstand zwischen aktivem Netto und Versorgungsnetto ist nicht identisch mit dem Ruhegehaltssatz.

Die Grundlage

Von welchem Grundgehalt aus gerechnet wird

Die folgenden Beträge zeigen das monatliche Grundgehalt im Bundesbesoldungsgesetz (Stand 2025, mittlere Erfahrungsstufe). Je nach Land können die Werte abweichen, da die Besoldung seit der Föderalismusreform Ländersache ist.
BesoldungsgruppeTypische FunktionStufe 1Stufe 4Stufe 8Stellenzulage
A 7Brandmeisterin / Brandmeister – Einstiegsamt Einsatzdienst3.215,64 €3.497,60 €3.793,02 €132,16 €
A 8Oberbrandmeisterin / Oberbrandmeister3.297,34 €3.658,68 €4.020,04 €132,16 €
A 9Hauptbrandmeisterin / Hauptbrandmeister3.438,22 €3.819,22 €4.208,16 €130,56 €
A 10Brandoberinspektorin / Brandoberinspektor – Einstiegsamt gehobener Dienst3.693,51 €4.181,64 €4.672,80 €130,56 €
A 11Brandamtfrau / Brandamtmann4.047,72 €4.533,45 €5.031,72 €130,56 €

Grundgehaltssätze der Landesbesoldungsordnung A in Nordrhein-Westfalen, ab 1. April 2026 (+3,36 %). Entwurfsstand – die Veröffentlichung steht unter dem Vorbehalt der Bekanntmachung im Gesetzblatt. Quelle: Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW), Landesbesoldungsordnung A. Die Beträge zeigen das Grundgehalt ohne Zulagen und ohne Familienzuschlag; was davon netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Krankenversicherung und persönlicher Lage ab. Orientierungswerte, keine Rechtsberatung.

Gerundete Beispielwerte zur Veranschaulichung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Besoldungstabellen von Bund und Ländern.
Kostenlos und unverbindlich

Rechne einmal nach – wir ordnen das Ergebnis ein

Dienstjahre, Besoldungsgruppe, Altersgrenze: Daraus lässt sich abschätzen, was auf dich zukommt. Kein Produktverkauf, keine Anlageberatung – und wenn die ehrliche Antwort lautet, dass du zuerst eine Auskunft beim Versorgungsträger einholen solltest, sagen wir dir das auch.
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Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Polizist und Mitgründer von COP Investment
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Inhaltlich geprüft von Julian Reppel
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Zuletzt aktualisiert: August 2026
Quellen
01
Ruhegehaltssatz nach Paragraf 14 Absatz 1 Beamtenversorgungsgesetz
02
Ruhegehaltfähige Dienstbezüge nach Paragraf 5 Beamtenversorgungsgesetz
03
Landesbesoldungsordnung A Nordrhein-Westfalen, Stand 1. April 2026
Häufige Fragen

Fragen zur Pension bei der Feuerwehr

Wann kann ich in den Ruhestand gehen?
Für den Einsatzdienst gilt eine besondere Altersgrenze, die unter der allgemeinen liegt. Die genaue Grenze und mögliche Übergangsregelungen ergeben sich aus dem Landesbeamtenrecht und hängen unter anderem vom Geburtsjahrgang ab – verbindlich Auskunft gibt der Dienstherr.
Wie viele Dienstjahre brauche ich für den Höchstsatz?
Vierzig Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit ergeben den Höchstsatz von 71,75 Prozent. Wer mit 24 in den Dienst eintritt und mit 60 ausscheidet, kommt auf 36 Jahre und damit auf rund 64,6 Prozent.
Zählt die Feuerwehrzulage mit?
Nicht jede Zulage ist ruhegehaltfähig, und die Voraussetzungen unterscheiden sich. Genau deshalb ist diese Frage für die spätere Versorgung wichtiger, als sie auf den ersten Blick wirkt. Sie gehört in jede Berechnung der eigenen Lücke.
Ist meine Pension wirklich so viel niedriger als mein Gehalt?
Der Prozentsatz bezieht sich auf die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge, nicht auf dein Netto. Gleichzeitig steigt die Beihilfe im Ruhestand in der Regel von fünfzig auf siebzig Prozent, der PKV-Beitrag sinkt und die Steuerlast ist meist niedriger. Netto zu Netto fällt der Abstand deshalb häufig kleiner aus als befürchtet – aber er ist vorhanden.
Was passiert bei Dienstunfähigkeit vor der Altersgrenze?
Dann gelten eigene Regeln, unter anderem zu Zurechnungszeiten und Versorgungsabschlägen. Das ist ein eigenes Thema und hängt stark vom Einzelfall ab – verbindlich klärt es der Versorgungsträger.
Was kann ich konkret tun?
Zuerst rechnen, damit du weißt, worum es geht. Dann ein Notfallpolster aufbauen, an das du jederzeit kommst. Erst danach der langfristige Aufbau. Entscheidend ist in dieser Phase nicht die Höhe der Rate, sondern der frühe Beginn – Zeit lässt sich nicht nachkaufen.
Nächster Schritt

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