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Rentenlücke
Die Zahl, um die es geht

Was dir im Alter fehlt – und wie du es ausrechnest

Gesetzliche Rente und Zusatzversorgung laufen automatisch. Beide zusammen ergeben weniger als dein heutiges Netto. Wie viel weniger, steht in zwei Briefen, die du wahrscheinlich schon hast.

Was ist die Rentenlücke im Rettungsdienst?

Kurz beantwortet
Die Differenz zwischen dem Betrag, den du im Alter monatlich brauchst, und dem, was gesetzliche Rente und Betriebsrente aus der Zusatzversorgung zusammen ergeben. Anders als Beamtinnen und Beamte, die ein Ruhegehalt aus einer einzigen Quelle beziehen, hast du zwei automatische Säulen – dafür liegt ihr gemeinsames Niveau unter dem heutigen Nettoeinkommen. Die genaue Höhe lässt sich nicht schätzen, aber ausrechnen: Beide Beträge stehen in Schreiben, die dir jährlich zugehen.
Paar rechnet am Esstisch mit zwei Schreiben und Notizblock
Foto: hier beschreiben, welches Motiv rechts erscheinen soll (z.B. Gruender im Buero, Halbtotale).
Kein Versehen

Warum die Lücke eingebaut ist

Beide Systeme sind so gebaut, dass sie einen Teil abdecken – nicht alles. Das ist keine Panne, sondern die Konstruktion.

Die gesetzliche Rente ersetzt Einkommen, sie kopiert es nicht

Daraus folgt nichts Dramatisches, sondern etwas Nüchternes: Wer wissen will, woran er ist, muss beide Beträge kennen und gegen seinen tatsächlichen Bedarf rechnen. Genau das macht der Rechner weiter unten – ohne Prognose, ohne Annahmen, nur mit deinen Zahlen.
Nicht dasselbe wie bei den Beamten

Warum deine Lücke anders aussieht als die deiner verbeamteten Kollegen

Auf derselben Wache arbeiten Menschen mit zwei völlig verschiedenen Alterssystemen. Wer die falsche Rechnung übernimmt, plant an sich vorbei.
01

Beim Ruhegehalt geht es um einen Prozentsatz

Wer verbeamtet ist, bekommt ein Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge errechnet. Die Versorgungslücke ist dort der Abstand zwischen diesem Prozentsatz und dem, was zum Leben nötig ist. Es gibt eine Quelle, eine Formel, einen Bescheid.
02

Bei dir geht es um zwei Beträge aus zwei Briefen

Bei Angestellten setzt sich die Alterssicherung aus zwei Ansprüchen zusammen, die getrennt entstehen, getrennt mitgeteilt werden und getrennt mitwandern, wenn du den Arbeitgeber wechselst. Deine Rechnung beginnt deshalb nicht mit einem Prozentsatz, sondern damit, zwei Zahlen nebeneinanderzulegen. Das ist umständlicher – dafür sind beide Ansprüche unabhängig vom Fortbestand eines einzelnen Dienstverhältnisses.
Woher die beiden Zahlen kommen
Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung kommt jährlich ab einem bestimmten Alter und einer Mindestzahl an Beitragsjahren.
Die Jahresmitteilung deiner Zusatzversorgungskasse nennt deine Versorgungspunkte und die daraus errechnete Anwartschaft.
Beide sind Momentaufnahmen auf Basis des heutigen Standes – keine Zusage für die Zukunft.
Zwei Briefe, die die meisten ungeoffnet ablegen, enthalten zusammen die wichtigste Zahl ihres Berufslebens.
Zusammengefasst
Beamte rechnen mit einem Prozentsatz aus einer Quelle. Du rechnest mit zwei Beträgen aus zwei Quellen – und musst sie dir einmal beschaffen.
Drei Säulen im Vergleich

Woraus dein Einkommen im Alter besteht

Merkmal
Entsteht automatisch
Woher du die Zahl bekommst
Wandert beim Arbeitgeberwechsel mit
Du kannst die Höhe beeinflussen
Im Alter steuerpflichtig
Gesetzliche Rente
Entsteht automatisch
Ja, über deine Beiträge
Woher du die Zahl bekommst
Renteninformation der Rentenversicherung
Wandert beim Arbeitgeberwechsel mit
Ja, unabhängig vom Arbeitgeber
Du kannst die Höhe beeinflussen
Nur über Entgelt und Beitragsjahre
Im Alter steuerpflichtig
Ja, anteilig
Zusatzversorgung
Entsteht automatisch
Ja, über deinen Arbeitgeber
Woher du die Zahl bekommst
Jahresmitteilung deiner Kasse
Wandert beim Arbeitgeberwechsel mit
Innerhalb des öffentlichen Dienstes ja
Du kannst die Höhe beeinflussen
Über Entgeltgruppe und Beitragsjahre
Im Alter steuerpflichtig
Ja, zusätzlich Kranken- und Pflegebeiträge
Was du selbst aufbaust
Entsteht automatisch
Nein – nur wenn du anfängst
Woher du die Zahl bekommst
Aus deinen eigenen Unterlagen
Wandert beim Arbeitgeberwechsel mit
Ja, gehört dir
Du kannst die Höhe beeinflussen
Vollständig
Im Alter steuerpflichtig
Je nach Form unterschiedlich
In vier Schritten zur eigenen Zahl

So füllst du den Rechner aus

Schritt 1

Dein heutiges Netto

Nimm einen Monat ohne außergewöhnlich viele Zuschläge – sonst rechnest du dir einen Bedarf herbei, den du gar nicht hast. Der planbare Teil ist der ehrlichere Ausgangspunkt.

Schritt 2

Die Renteninformation

Sie kommt jährlich von der Deutschen Rentenversicherung. Nimm den Betrag der bis heute erreichten Anwartschaft, nicht die Hochrechnung – die enthält Annahmen über die Zukunft.

Schritt 3

Die Jahresmitteilung der Kasse

Von deiner Zusatzversorgungskasse. Falls du sie nicht findest: Der Name der Kasse steht auf deiner Entgeltabrechnung, und die Mitteilung lässt sich anfordern.

Schritt 4

Dein Wunschanteil

Viele rechnen mit 80 Prozent des heutigen Netto, weil im Alter einzelne Kosten wegfallen. Ob das für dich stimmt, weißt nur du – die Zahl ist frei einstellbar.

Deine Rentenlücke ausrechnen

Alle vier Angaben stehen in Unterlagen, die du bereits hast. Der Rechner schätzt nichts – er zieht ab. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser.

Das Ergebnis ist eine reine Differenzrechnung auf Basis deiner Eingaben und keine Prognose. Veränderungen von Kaufkraft, Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen im Alter sind nicht berücksichtigt. Es handelt sich nicht um Anlageberatung.

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Foto: Beamter prüft Unterlagen am Schreibtisch, ruhig
Holzsteg mit einer fehlenden Planke ueber einem BachHolzsteg mit einer fehlenden Planke ueber einem Bach
Was die Zahl bedeutet

Eine Lücke ist kein Urteil, sondern eine Größe

Die meisten erschrecken beim ersten Mal. Das liegt weniger an der Höhe als daran, dass die Zahl vorher gar nicht existierte – sie war eine vage Sorge, jetzt ist sie ein Betrag. Genau darin liegt der Fortschritt: Mit einer Sorge kann man nichts anfangen, mit einem Betrag schon.
Entscheidend ist die Zeit, die noch davorliegt. Wer mit Mitte zwanzig rechnet, hat vier Jahrzehnte, in denen eine kleine regelmäßige Rate wirken kann. Wer mit Mitte fünfzig rechnet, hat weniger Zeit und braucht dafür größere Beträge oder eine ehrliche Anpassung des Wunschanteils. Beides ist eine Entscheidung – und beides ist besser als Nichtwissen.
Was der Rechner nicht kann

Vier Dinge, die in dieser Zahl nicht stecken

Erstens die Kaufkraft. Der Rechner vergleicht heutige Euro mit künftigen Euro. Was du in zwanzig oder dreißig Jahren für denselben Betrag bekommst, ist eine andere Frage – und eine, auf die niemand seriös eine Zahl legen kann.
Zweitens Steuern und Sozialabgaben im Alter. Sowohl die gesetzliche Rente als auch die Betriebsrente sind steuerpflichtig, bei der Betriebsrente kommen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung hinzu. Die Beträge aus deinen Schreiben sind Bruttowerte.
Drittens deine künftige Entwicklung. Beide Mitteilungen zeigen den bis heute erreichten Stand. Jedes weitere Beitragsjahr erhöht beide Ansprüche – ein Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe wirkt sogar doppelt, weil beide Säulen am Entgelt hängen.
Und viertens alles, was du bereits an eigenem Vermögen aufgebaut hast. Der Rechner betrachtet nur die beiden automatischen Säulen. Wer schon etwas hat, hat entsprechend weniger Lücke – und einen guten Grund, es einmal geordnet nebeneinanderzulegen.
Was daraus folgt

Zwei Säulen laufen. Die dritte fängt niemand für dich an

Gesetzliche Rente und Zusatzversorgung wachsen ohne dein Zutun, und beide sind mehr wert, als vielen bewusst ist. Was sie nicht tun: größer werden, weil du es dir wünschst. Der Teil, den du steuerst, ist der dritte – und der einzige, bei dem der Startzeitpunkt in deiner Hand liegt.

1

Gesetzliche Rente – läuft automatisch

2

Zusatzversorgung – läuft automatisch

3

Dein eigener Aufbau – läuft nur, wenn du ihn startest

☶
Notizblock mit einer gezogenen Linie
Linierter Notizblock mit Stift und einer gezogenen LinieLinierter Notizblock mit Stift und einer gezogenen Linie
Wenn du weiterdenken willst

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Deine Zahl einordnen statt erschrecken
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Chris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und PolizistChris Oppermann, Mitgründer von COP Investment und Polizist
Verfasst von
Christof Oppermann
Mitgründer von COP Investment
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Vor Veröffentlichung inhaltlich geprüft
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Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2026
Quellen
01
Sozialgesetzbuch VI zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur Renteninformation
02
Tarifvertrag über die betriebliche Altersversorgung (ATV) und der kommunale ATV-K
03
Entgeltordnung (VKA), Abschnitt XXII, als Grundlage des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts
Häufige Fragen

Was uns zur Rentenlücke gefragt wird

Woher bekomme ich die beiden Zahlen?
Die erste aus der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung, die zweite aus der Jahresmitteilung deiner Zusatzversorgungskasse. Beide kommen jährlich per Post. Welche Kasse für dich zuständig ist, steht auf deiner Entgeltabrechnung neben dem Beitrag zur Zusatzversorgung.
Warum rechnet ihr nicht selbst hoch, was am Ende herauskommt?
Weil jede Hochrechnung Annahmen über Jahrzehnte braucht – zu Gehaltsentwicklung, Beitragsjahren und Rentenwerten. Solche Annahmen erzeugen eine Zahl, die präzise aussieht und es nicht ist. Der Rechner arbeitet deshalb nur mit Beträgen, die dir bereits schriftlich vorliegen.
Sind 80 Prozent des heutigen Netto der richtige Maßstab?
Es ist ein gebräuchlicher Anhaltspunkt, weil im Alter einzelne Kosten wegfallen. Ob er für dich passt, hängt an Miete oder Eigenheim, Familiensituation und daran, wie du leben willst. Deshalb ist der Wert im Rechner frei einstellbar.
Ist meine Lücke größer als die eines verbeamteten Kollegen?
Das lässt sich nicht pauschal sagen und hängt vom Einzelfall ab. Der Unterschied liegt weniger in der Höhe als in der Struktur: Beamte beziehen ein Ruhegehalt aus einer Quelle, du zwei Ansprüche aus zwei Quellen – die dafür unabhängig vom Fortbestand eines einzelnen Dienstverhältnisses bestehen bleiben.
Verändert eine höhere Entgeltgruppe meine Lücke?
Ja, und zwar doppelt. Sowohl die gesetzliche Rente als auch die Zusatzversorgung hängen am Entgelt. Der Wechsel von der Entgeltgruppe 4 in die Entgeltgruppe N wirkt deshalb nicht nur heute, sondern hebt beide Ansprüche für jedes Jahr danach.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Rechnung läuft vollständig in deinem Browser. Es wird nichts übertragen und nichts gespeichert. Wenn du die Seite schließt, sind die Zahlen weg.
Der nächste Schritt

Eine Zahl zu kennen ist der ganze Unterschied

Ob sie groß oder klein ausfällt – ab jetzt kannst du damit arbeiten. Wir sehen sie uns in einem kostenlosen Gespräch gemeinsam an.

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